
AbrasionAbrasion ist der Abrieb an Zahnhartsubstanz, der in der Funktion der Zähne zueinander, also beim Kauen und bei unwillkürlichen Bewegungen v. a. Nachts beim "Knirschen" und beim gründlichen Zähneputzen entstehen kann. Inwiefern schadet denn Abrasivität? Zeigt sich starke Abrasion auf den Zähnen - das erkennt der Zahnarzt - liegt eine Funktionsstörung vor. Beim Putzen kommt die Zahnbürste normalerweise nur mit dem äußerst harten Zahnschmelz in Berührung. Sind durch Zahnschfleisschschwund auch die Zahnhälse freigelegt, dann wird auch das weichere Dentin berührt und ein Abrieb kann entstehen.
Anästhesie
Anästhesie ist das Ausschalten der Schmerzempfindung an den Zähnen durch Narkose. Die Anästhesie-Lösung in der Spritze sorgt dafür, daß die Behandlung schmerzfrei bleibt, weil sie die Nerven für eine bestimmte Zeit betäubt.
Äquilibrierung:
Maßnahmen zum Okklusionsausgleich durch Einschleifen oder auch Rekonstruktion der Kauflächen.
Artikulator:
Gerät das mit Hilfe eingesetzter Kiefermodelle die Nachahmung der Kieferbewegungen mit begrenzter Genauigkeit zulässt. Der mechanische Gelenkkopf befindet sich einen ARCON-Artikulator am Artikulatorunterteil bei einem NON-Arcon-A. am Oberteil. Die Montage der Kiefermodelle muß dazu ebenfalls am Kiefergelenk orientiert erfolgen, um an die natürlichen Bewegungsabläufe angenäherte Bewegungen zu gestatten. Sowohl für die Diagnostik als auch für die Anfertigung von Zahnersatz ist die Verwendung eines (zumindest teiljustierbaren) Artikulators mit lagerichtig montierten Modellen Voraussetzung. Ein Artikulator sollte daher zumindest die Einstellung von Gelenkbahnneigung und Bennetwinkel ermöglichen.
Artikulation:
Veralteter Begriff für zahngeführtes Gleiten mittlerweile durch "Okklusion" ersetzt.
Axiographie:
Gelenknahe Aufzeichnung der Scharnierachsbewegung. Dient der Ermittlung Patientenindividueller Daten und der Diagnostik.
Bakterien
Bakterien leben in der Mundhöhle. Etliche davon sind gute Bakterien, die weder den Zähnen noch dem Zahnfleisch etwas zuleide tun. Aber es gibt auch einen Bösewicht unter den Bakterien: den Streptococcus mutans. Er kann sich an der glatten Zahnoberfläche festhalten und Zucker oder Kohlehydrate aus der Nahrung in Säure umwandeln. Die Säuren greifen den Zahnschmelz an, und das führt zu Karies.
Balancevorkontakt:
Mediotrusionsvorkontakt, Hyperbalance, Frühkontakt auf der Nichtarbeitsseite, das heißt die Seite des Unterkiefers die sich zur Gesichtsmitte hin bewegt.
Bennettbewegung:
Seitliches räumliches Versetzen des Unterkiefers während einer Lateralbewegung
Man unterscheidet folgende Bewegungen des Laterotrusionskondylus
a) Latero-Surtrusion, zur Seite und nach oben.
b) Latero-Detrusion, zur Seite und nach unten.
c) Latero-Protrusion, zur Seite und nach vorne.
d) Latero-Retrusion, zur Seite und zurück.
Bennettwinkel:
Er befindet sich im Gegensatz zur Bennettbewegung auf der Mediotrusionsseite. Eine Gerade die Anfang und Ende der Bahn eines Kondylenpunktes bei einer Mediotrusionsbewegung verbindet, bildet einen Winkel mit einer Parallelen zur Medianebene. Der Winkel wird auf die Frankfurter Horizontale projiziert.
Bruxismus:
Bezeichnung für Parafunktionen wie nächtliches Knirschen oder Pressen.
Calcium
Calcium ist elementarer Bestandteil von Knochen und Zähnen. Eine regelmäßige Aufnahme von Calcium über die Nahrung ist deshalb sehr wichtig für die Gesundheit und Langlebigkeit der Zähne. Viel Calcium enthalten beispielsweise Milch, Käse, Joghurt, Quark und Bananen.
Campersche Ebene
Wird bestimmt durch den oberen Rand des Gehörganges und den vorderen Nasendorn. Verläuft nahezu parallel zur Okklusionsebene
Checkbiß:
Mit einem plastischem Material wird eine bestimmte Unterkieferposition fixiert. Beispielsweise Lateralbißregistrat für Bennetwinkelprogrammierung.
Dentin
Dentin wird auch Zahnbein genannt und ist die knochenähnliche Hartsubstanz des Zahnes. Sie ist nach außen von Zahnschmelz umgeben. Solange nur Zahnschmelz von Karies angegriffen wird, ist dies für den Menschen schmerzfrei. Wenn allerdings die tieferen Zahnschichten von Karies betroffen sind, werden auch die dort befindlichen Nerven gereitzt.
Exzentrisch:
Aus der Mitte heraus. Alle Bewegungen von der Zentrik weg.
Fischerwinkel:
Differenz zwischen den Gelenkbahnen bei Vorschub und Seitwärtsbewegung des UK auf der Mediotrusionsseite (5 bis 10°)
Frankfurter Horizontale:
Auf dem Anthropologenkongress 1982 in Frankfurt am Main definiert durch den untersten Punkt des Augenhöhlenrandes und den oberen Rand des äußeren Gehörganges. Bezugsebene für Bennetwinkel
Gnathologie:
Wissenschaft die das funktionelle Zusammenspiel der zum Kauorgan gehörenden Strukturen erforscht und die Ergebnisse für die zahnmedizinische Behandlung auswertet.
Implantate
Implantation ist das Einpflanzen von Fremdkörpern in den Körper, beim Mund sind dies Zahnimplantate, die beispielsweise verlorene Zähne wieder befestigen. Eighentlich ersetzt das Implantat nur die Wurzel des fehlenden Zahnes. Darauf sitzt dann eine künstliche Zahnkrone, die der Zahntechniker fertigt.
Karies
Karies ist die Hauptursache für Zahnverlust. Sie entsteht dadurch, daß Kohlenhydrate und Zucker durch Bakterien in Säuren umgewandelt werden. Diese greifen dann den Zahnschmelz an, während weitere Bakterien die organischen Bestandteile der Zahnhartsubstanz zerstören. Unternimmt man dann nichts, wächst das Loch immer mehr. Heftige Schmerzen setzen ein und der Zahn ist für immer geschädigt oder gar zerstört. Auch ein überkronter Zahn kann bei mangelnder Pflege oder bei ungenügender Passung der Krone abermals an Karies erkranken. Nur ein exakter Kronen- oder Inlayrand ist bakteriendicht. Diese Präzision ist im Labor nur unter erheblichem Zeitaufwand und mit Lupen- bzw. Mikroskopkontrolle zu erreichen.
Kondylenbahnwinkel:
Gelenkbahnneigung. Bezogen auf eine frei gewählte Bezugsebene.
Laterotrusionskondylus:
Der Kondylus (Gelenkkopf) auf der Arbeitsseite (Laterotrusionsseite), erbewegt sich nach lateral (seitlich).
Legierung
Legierung ist die Verbindung von zwei oder mehreren Metallen. Füllungen, Prothesen und Kronen bestehen teilweise aus Legierungen. Diese Metallverbindungen sind mechanisch sehr stabil und werden dem Einsatzzweck entsprechend gewählt.So gibt es Edelmetallegierungen für Inlays, für die Verblendungen mit Keramik oder die Anfertigung von Teilprothesen. Sogenannte Universallegierungen decken einen breiten Einsatzbereich ab. Edelmetallreduzierte Legierungen sind preisgünstiger, da der Anteil an hochwertigen Bestandteilen (leider auf Kosten der Korrosionsbeständigkeit) reduziert wurde.
Mediotrusionskondylus:
Der Kondylus auf der Nichtarbeitsseite (Mediotrusion ist die Bewegung zur Gesichtsmitte hin).
Molaren
Die großen Backenzähne
Okklusionsebene
Wird bestimmt durch die Berührungspunkte der unteren Schneidezähne und die distobukkalen Höcker der zweiten Molaren. Wird bei der Herstellung von Totalprothesen benötigt.
Orthopantomogramm = Panorama Röntgenaufnahme
liefert einen panoramaartigen Überblick über den gesamten Zahnbogen und die angrenzenden Kieferregionen auf einem Röntgenbild. Wird durch koordinierte Bewegung der Röngenröhre und der Filmkassete erzeilt. Moderne Geräte arbeiten dabei ohne Film. Die Bilder werden direkt in einem Computersystem verarbeitet und gespeichert.
Pantographie:
Dreidimensionale graphische Aufzeichnung der UK-Bewegungen auf horizontal und vertikal ausgerichteten Schreibplatten.
Plaque
Plaque ist der schmierige Belag auf den Zähnen. Sie bildet sich aus Nahrungsresten, Zellen, Sekreten und Mikroorganismen der Mundhöhle. Plaque trägt wesentlich zur Ausbreitung von Karies und Parotonditis bei. Aufgrund ihrer klebrigen Substanz ist die Plaque nicht wegspülbar und kann nur mit der Zahnbürste entfernt werden. Zahntechnische Werkstücke wie Kronen und Prothesen werden an den entsprechenden Stellen hochglanzpoliert, damit sich keine Plaque festsetzen kann. Dies erleichtert dem Patienten die Zahnreinigung.
Prophylaxe
Prophylaxe heißt die Verhütung und Vorbeugung von (Zahn)krankheiten. Wirksame Prophylaxe erreicht man durch zuckerarme Nahrung und durch regelmäßige, gründliche Zahnreinigung nach allen Mahlzeiten. Auch regelmäßige Untersuchungen beim Zahnarzt beugen Karies und Parodontose vor, denn kleine Löcher kann der Zahnarzt problemlos behandeln und den Patienten so vor Schmerzen und zerstörten Zähnen bewaren.
Quecksilber
Quecksilber ist das einzige bei gewöhnlicher Temperatur flüssige Metall und ist der Grundstoff für Amalganfüllungen. Obwohl es in der Vergangenheit oft verwendet wurde, sind Nebenwirkungen von Quecksilber bekannt. Durch den Abrieb an den Zähnen lösen sich ständig Quecksilberpartikel ab und werden an den Organismus abgegeben. Befinden sich Quecksilberhaltige Füllungen und Edelmetallhaltige Legierungen gleichzeitig im Mund können durch galvanische Vorgänge Ströme fliessen und Quecksilberionen in den Körper gelangen.Vor allem Schwangere und Kleinkinder sollten deshalb auf quecksilberhaltige Füllungen verzichten. Quecksilberhaltige Füllungen können durch Goldfüllungen, Keramikinlays oder moderne Komposite (Mischung zwischen Glasähnlichen Materialien und Kunststoff) ersetzt werden. Unter anderem bei Gold und Keramikinlays nimmt der Zahnarzt in der Regel einen Abdruck und die Füllung wird im zahntechnischen Labor angefertigt.
Remontage:
Erneutes Einsetzen in den Artikulator zur Kontrolle und okklusalen Korrektur der fertiggestellten Arbeit. Zu unterscheiden von der Reokklusion, bei der nicht neu registriert wird.
Speichel
Speichel macht den Mundraum zu einem Nahrungsverarbeiter. Er sorgt dafür, daß das Essen beim Kauen schlüpfrig und besser zerteilbar wird. Zum anderen enthält er Enzyme, die Nahrung für die Verdauung im Magen vorbereiten und schließlich trägt der Speichel auch zur Mundreinigung bei. Der Fachbegriff für den Speichel lautet Saliva. Dieser erste Verdauungssaft ist eine trübe Flüssigkeit, die aufgrund des in ihm enthaltenen Mucins Fäden zieht. Eins bis anderthalb Liter produziert ein einzelner Mensch täglich von dieser Substanz. Ihr wichtigster Bestandteil ist das Ptyalin, ein Ferment, das Stärke in Maltose verwandelt und daher für die Vorverdauung immens wichtig ist.
Stereometrie
Lehre von den räumlichen Gebilden, besonders den Körpern, in der Kieferorthopädie die dreidimensionale Auswertung von Fernröntgenseitenbildern. Es wird eine Durchzeichnung angefertigt, und an dieser werden mit Hilfe von Formeln Schädelwachstumsanalysen etc. durchgeführt. Der Kieferorthopäde gewinnt so erkenntnise für seine Behandlungsplanung.

Stops, zentrische
Okklusale Kontakte in der zentralen Okklusion.
Teilkronen
Teilkronen sind Kronen, die nur einen Teil des Zahnes bedecken. Durch Rillen oder Stiftefinden die Teilkronen Halt am präparierten Zahn. Teilkronen habe unter anderem den Vorteil, dass weniger Zahnsubstanz geopfert werden muss. Der Zahntechniker kan Teilkronen aus Edelmetall, Keramik oder modernen Kunststoffen fertigen.
Teleskopkronen
Teleskopkronen schauen nicht etwa zu den Sternen sondern sind zweiteilige Kronen die der Befestigung einer abnehmbaren Brücke oder Prothese dienen. Als Halteelement haben Teleskope den Vorteil, dass sie für den Patienten leicht zu Pflegen sind und weniger die Ästhetik beeinträchtigen al beispielsweise eine Halteklammer.
Terminale Scharnierachsenposition:
Hierbei befinden sich die Kondylen und die gedachte Scharnierachse in retraler und kranialer nicht seitenverschobener Position.
Ultraschall
Die Bezeichnung für Schallwellen, die oberhalb der menschlichen Hörgrenze liegen. Die Schwingungsenergie dieser Schallwellen wird auch in der Zahnmedizin genutzt. So gibt es z.B. Instrumente, die in hochfrequente Schwingungen versetzt werden, um damit Zahnstein von den Zähnen abzusprengen. Im Dentallabor werden die Werkstücke nach dem Polieren im Ultraschallbad gereinigt. Auch bereits getragener, herausnehmbarer Zahnersatz kann im Ultraschallbad von Zahnstein oder Ablagerungen befreit werden.
Zahnschema
Das internationale Zahnschema bezeichnet einen Zahn mittels zweier Ziffern eindeutig. Ein vollbezahnter Mensch hat in der Regel 32 Zähne. Davon sind jeweils vier Schneidezähne im Ober- und Unterkiefer, ebenso jeweils 2 Eckzähne. Dann kommen die kleinen Backenzähne (Praemolaren) pro Kieferhälfte zwei und dann die Molaren, die grossen Backenzähne. Der letzte grosse Molar ist der Weisheitszahn. Er wure im Lauf der Menschheitsentwicklung immer unwichtiger und ist bei Manchem schon nicht mehr vorhanden.
Beim internationalen Zahnschema gibt die erste Ziffer den Quadranten an (1 bis 4 im permanenten Gebiss, 5 bis 8 im temporären Milchgebiss). Begonnen wird mit 1 oben rechts, 2 oben links, 3 unten links und 4 unten rechts. Bei den Milchzähnen verhält sich die Reihenfolge genauso.

Gesprochen werden die Bezeichnungen zum Beispiel eins-drei für den rechten oberen Eckzahn (nicht dreizehn), oder eins-acht für den rechten Weisheitszahn..
Zahnstein
So werden im Volksmund die Ablagerungen an den Zähnen oberhalb des Zahnfleisches genannt. Er bildet sich aus den Calciumssalzen des Speichels, in denen sich organische Gewebereste und Mikroorganismen ablagern. Zahnstein sollte vom Zahnarzt regelmässig entfernt werden. An Prothesen abgelagerter Zahnstein wird im Labor u. a. mit Ultraschall entfernt. An hochglanzpolierten Flächen kann Zahnstein wenig haften und bei regelmässiger Reinigung vom Patienten selbst entfert werden.
Zentrik:
Nur im Idealfall mit der retralen Kontaktposition identisch. Unter Berücksichtigung einer physiologischen Belastung der Gewebe liegen die Kondylen weitgehend kranial und nicht seitenverschoben in den Gelenkgruben.
Zucker
Er ist der Hauptfeind unserer Zähne. Denn Zucker, ob fest in Speisen oder gelöst in Getränken ist der ideale Nährboden für alle zahnangreifende Bakterien Für die Gesundheit der Zähne, gerade auch bei Kindern, ist daher von zuckerreicher Ernährung dringend abzuraten. Wer auf Süßes trotzdem nicht verzichten will: nach jeder Mahlzeit gründlich Zähne putzen.